Studium. Die zentrale Plattform für nicht-EU-Studierende ist die OeAD-Studienplatzanmeldung (oead.at) mit Beratung und Zulassungstipps. Bewerbung erfolgt aber direkt an die jeweilige Universität — kein zentrales Bewerbungsportal wie in DE oder NL. Bewerbungsfristen variieren stark: meist Februar–April für Wintersemester, Oktober–November für Sommersemester. Die wichtigsten Universitäten: Universität Wien, TU Wien, Karl-Franzens-Universität Graz, Universität Innsbruck, Universität Salzburg, JKU Linz, plus Fachhochschulen wie FH Technikum Wien, FH Wien der WKW.
Studienkolleg-Äquivalent: Vorstudienlehrgang an mehreren Universitäten, primär für Studierende, deren Hochschulreife nicht direkt anerkannt wird. Sprachvoraussetzung B1+ Deutsch.
Stipendien: OeAD vergibt Stipendien aus Bundesmitteln. Ernst-Mach-Stipendium für Studierende aus bestimmten Ländern, Franz-Werfel-Stipendium für Germanistik. Daneben Universitätsstipendien.
Berufsausbildung. Das duale Ausbildungssystem ist offen für Drittstaatler:innen, aber zugangsbedingt — Lehrvertrag und meist B1-Deutsch sind nötig. Plattform: Lehrstellenbörse des AMS (ams.at/jobs). Die Mangelberufsliste enthält auch Lehrberufe.
Job. Für eine RWR-Karte als Schlüsselkraft braucht der Arbeitgeber meist eine Bewilligung des AMS (Arbeitsmarktservice). Quellen für die Stellensuche:
- AMS Online-Jobbörse (ams.at/jobs) — größte österreichische Jobplattform, ~250 000 Stellen
- karriere.at, stepstone.at, monster.at, derStandard Karriere
- LinkedIn — sehr aktiv im Wiener Markt, vor allem Konzerne und IT
- ICT-Spezifisch: devjobs.at, stack overflow jobs
- EU-Institutionen: Wien beherbergt OPEC, OSZE, UNIDO, IAEA — über epso.europa.eu und die jeweiligen Stellen-Portale
- EURES für EU-weite Suche
Spezifika der österreichischen Bewerbung: Tabellarischer Lebenslauf (max. 2 Seiten, Foto noch häufig erwartet), Anschreiben Standard, Empfehlungsschreiben seltener als in DE oder UK.